
Angesichts der demographischen Entwicklung und der zu erwartenden Entwicklungen im Bereich der Versorgungssysteme für pflegebedürftige Menschen wird das Wohnen in Zukunft mit einer ganzen Reihe neuer Herausforderungen verbunden sein.
Entsprechende Angebote vor Ort müssen nicht nur den Wohnbedürfnissen entsprechen, sondern auch den zukünftigen gesellschaftlichen und volkswirtschaftlichen Veränderungen Rechnung tragen. Einige der Faktoren, die das Wohnen und Leben in Zukunft beeinflussen werde ich nachfolgend beschreiben.
Wir wollen aktiv eine Verbesserung für alle Menschen vor Ort erreichen und wollen zusammen mit Ihnen Raum dafür schaffen.
Gerne können Sie uns Ihre Bedarfe anmelden oder Ideen zukommen lassen!
Ihre Irmgard Ginzel
Noch nicht vorhanden aber dringend nötig:
Mit diesem Projekt sollten altersgerechte Wohnmöglichkeiten wie auch Wohnungen für Behinderte Menschen geschaffen werden. Das Wohnumfeld muss daher auf die Bedürfnisse der verschiedenen Menschen ausgerichtet und abgestimmt sein.
Hier ist auch darauf zu achten, dass Betreuungs- und Freizeitangebote verfügbar sind.
Vorstellbar wäre hier ein Landwirtschaftliches Gebäude, das zu einem Pflegebauernhof umgestaltet werden kann.
Zunahme alleinstehender älterer Menschen und Verringerung des Potenzials helfender Angehöriger
Durch die Zunahme von Ein-Personenhaushalten, den zahlenmäßigen Rückgang der jüngeren Altersgruppen und die zunehmende Berufstätigkeit von Frauen wird die Pflege alter Menschen innerhalb der Familie in Zukunft immer weniger zu leisten sein.
Bereits heute liegt der Anteil der Hochaltrigen, die alleine leben, über 60%, gegenüber 33% bei den jungen Alten. Darüber hinaus wird der Anteil Alleinstehender, gerade bei Hochaltrigen deutlich wachsen.
Während jeder zehnte 60-jähriger heute kinderlos ist, trifft dies in 20 Jahren auf ein Viertel und in 30 Jahren auf ein Drittel der Frauen zu, die ins Rentenalter eintreten.
Diese Entwicklung in Verbindung mit der heutigen Individualisierung von Lebensformen und steigender Lebenserwartung haben erhebliche Konsequenzen für die Versorgung von Hilfe- und Pflegebedürftigen Menschen.
Gegenwärtig werden über 80 % der Hilfe- und Pflegebedürftigen zumeist durch Familienmitglieder unterstützt.
Somit gab es laut der aktuellen Pflegestatistik im Dezember 2023 ca. 5,7 Millionen
pflegebedürftige Menschen, wobei ca. 84 % zu Hause versorgt wurden, 16 % waren im Pflegeheim.
Jedoch wird dieses Familiengeflecht in der Zukunft nicht mehr so wie jetzt verfügbar sein. Daher müssen wir als Kommune nichtfamiliäre Netzwerke ausbauen, die den Unterstützungsbedarf zumindest teilweise auffangen und auch bezahlbar machen.
Dabei muss ein weiteres Problem berücksichtigt werden:
Das ist vor allem die zunehmende Schwierigkeit der Finanzierung des Versorgungssystems, an das immer mehr Anforderungen gestellt werden und für das gleichzeitig die Basis der Solidargemeinschaft immer kleiner wird.
Nicht minder problematisch ist die Personalgewinnung, wenn auf überwiegend professionelle Versorgungsformen gesetzt wird. Der Fachkräftemangel ist bereits heute gravierend, so dass auf fremdsprachige Fach- und Hilfskräfte aus dem europäischen Umfeld zurückgegriffen werden muss.
Hinzu kommen veränderte Erwartungshaltungen an das Wohnen im Alter
Die Ansprüche an das Wohnen im Alter haben sich gewandelt:
Hier entsteht ein wachsender Bedarf an selbstbestimmten Wohnformen. Auf diese unterschiedlichen und veränderten Wünsche an ein Wohnen und Leben im Alter, verbunden mit der demographischen Entwicklung, müssen sich sowohl die Wohnungspolitik, die Kommunalplanung als auch das Gesundheitswesen und die Pflege- und Betreuungseinrichtungen einstellen. Wenn die Zahl älterer hilfe- und pflegebedürftigen Menschen deutlich steigt, gleichzeitig aber immer weniger Pflegebedürftige eine Heimunterbringung akzeptieren und die Tragfähigkeit familiärer Netzwerke immer mehr abnimmt, müssen alternative Wohn- und Betreuungsangebote zum Heim angeboten werden.
Das heißt aber auch, wenn die ältere Generation einen immer größeren Anteil der Gesellschaft ausmacht, muss sich eine immer weiter ausdifferenzierende Wohn- und Versorgungsform nicht weiter an den Rand der Gesellschaft, sondern in deren Mitte bewegen.
Wenn Alt sein immer „normaler“ wird, muss auch eine Wohn- und Versorgungsform möglichst „normal und finanzierbar“ sein. Hier sind vor allem baulich- architektonische Vorkehrungen und infrastrukturelle Umgebungsgestaltung essentiell.
Das Wohnumfeld ist auf die Bedürfnisse und Erkrankungen ausgerichtet.
Was hier berücksichtigt werden muss, sind die Leistungen der Pflegeversicherung, die nach deren Einführung im Jahr 1995 die soziale Absicherung versprachen, aber zum jetzigen Zeitpunkt sowohl Leistungen der Pflegedienste, wie auch Leistungen der pflegenden Angehörigen nur zu einem geringen Teil abdecken.
Dem im Zuge des demografischen und sozialen Wandels steigenden Bedarfs an Unterstützungsleistung steht daher nur ein begrenzter finanzieller Spielraum der Pflegeversicherung gegenüber, der deutlich macht, dass niemals alle Bedarfe pflegebedürftiger Menschen, alle Hilfen, die sie für ein menschenwürdiges Dasein benötigen, über die Leistungen der Pflegeversicherung abgedeckt werden kann.
17.05.2026, 10:00 Uhr - 13:00 Uhr Team Niedermaier: Dank-Fest
Wir feiern miteinander das erfolgreiche Ende eines grandiosen Bamberger OB-Wahlkampfs!